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Draisinen-Tour von Staudernheim nach Altenglan

Vom Dauerregen ließen sich die Ausflügler nicht unterkriegen!

Am Draisinen-Ausflug nahmen 17 Personen - Mitglieder und Familienangehörige - teil.
Sie hatten überwiegend Fahrgemeinschaften gebildet und trafen sich morgens um 9.45
Uhr an der Draisinenstation in Staudernheim.
Das Wetter war herbstfrisch und zunächst schien die Sonne, so dass die Stimmung gut
war. Zum Auftakt hielten wir ein Picknick an der Draisinenstation ab.





Dann wurden uns zwei Konferenzdraisinen jeweils für bis zu 7 Personen, wovon
jeweils 3 strampeln dürfen - und eine Fahrraddraisine für bis zu 4 Personen,
wovon jeweils 2 strampeln dürfen übergeben.
Wir wurden in die Bedienung der Draisinen eingewiesen sowie auf die wichtigsten
Verhaltensregeln aufmerksam gemacht.



Um 11 Uhr begannen wir die "Draisinen-Strampel-Tour" über cirka 40 Kilometer.
In schöner Naturlandschaft mit vielen Wiesen und kleinen Orten rollten unsere
drei Draisinen-Trupps auf den alten Bahngleisen zügig dahin. Die Pedal-Treter bzw.
Pedal-Treterinnen wechselten sich nach Wunsch ab, was allen Spaß machte.





Wir erreichten auf den rollenden Gefährten ein flottes Durchschnittstempo von
10 Kilometer pro Stunde. Nach etwa 17 Kilometer Wegstrecke trübte sich die Stimmung
der Ausflügler ein, weil dunkle Wolken aufzogen und es leicht zu regnen begann.
Nach 21 Kilometer hatten wir um 13 Uhr Lauterecken noch relativ trocken erreicht,
wo wir im Brauhaus einkehrten und gutbürgerlich Mittagessen konnten.



Die Blicke aus den Wirtschaftsfenstern verfinsterten die Stimmung der Ausflügler
zusehends, denn es war Dauerregen zu sehen und alle wussten, dass die vor uns
liegenden 19 Kilometer auf den rollenden Draisinen nass, feucht und kalt werden
würden. Davon ließen wir uns aber nicht unterkriegen und zogen unseren Plan durch.
Niemand war dabei, der vorzeitig aufgeben wollte.





Um 14.45 Uhr setzten wir gut gestärkt die "Draisinen-Strampel-Tour" bei strömendem
Regen fort. Jeder und jede schützte sich mit Schirmen, Regenkleidung und Wolldecken
so gut es eben ging. Allerdings konnten insbesondere alle "Strampler" nicht vermeiden,
dass sie außerhalb der Schirme ziemlich nass wurden. Zum Glück half das Strampeln
dabei, die Durchblutung anzukurbeln, um nicht auszukühlen.



Die "Pedal-Ritter und Ritterinnen" wechselten sich wieder nach Wunsch bzw. Bedarf ab
und strampelten schneller als am Vormittag, um relativ warm zu bleiben und um das
Ziel Altenglan möglichst schnell zu erreichen. Dies gelang auch ohne Murren und
Knurren recht gut, denn bereits um 16.40 Uhr trafen wir in Altenglan ein.
Viele von uns waren trotz Schirmen, Regenbekleidung und Wolldecken bis auf die Haut
durchnässt.



Wir gaben die Draisinen zurück und begaben uns sofort in die Bahnhofswirtschaft
"Gleis 3", wo wir uns aufwärmen und Kaffee trinken konnten.

Um 17.17 Uhr ging vom Bahnhof in Altenglan ein gut beheizter ORN-Schnellbus ab, der
uns nach Staudernheim zurückfuhr, wo wir um 18.09 Uhr planmäßig eintrafen.
Dort verabschiedeten sich die Ausflügler voneinander und die Fahrgemeinschaften
traten ihre Heimwege an.

Der Ausflug und die Stimmung litten unter dem Dauerregen, der Nässe sowie der Kälte.
Von dem "Sauwetter" lies sich aber niemand unterkriegen. Alle hielten ohne großes
Wehklagen - tapfer durch.

Wir hatten erlebnisreiche "nass feuchte" aber schöne Stunden miteinander verbracht,
was alle Ausflügler wohl mit gemischten Gefühlen in Erinnerung behalten werden.

Mainz, den 16.10.2012
Erich Binzel